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Die „Dritte Welt“
Das gegenwärtige Weltreich der USA unterscheidet sich von früheren Imperien. Anders als die Kolonialreiche des 19. und 20. Jahrhunderts versuchen die USA und andere imperialistische Mächte nicht, andere Länder direkt zu regieren. Die ehemaligen Kolonien sind fast alle politisch unabhängig. Aber trotz der Maske der Unabhängigkeit sind sie abhängig und untergeordnet. Sie sind Halbkolonien.
Die ‚Erste Welt‘ der entwickelten kapitalistischen Mächte und multinationalen Konzerne beutet die halbkoloniale Welt im Übermaß aus. IWF und Weltbank haben die „Dritte Welt“ auf Hungerration gesetzt. Sie benutzen dringend benötigte Kredite als Erpressungsmittel, um in den ohnehin ausgebluteten Ländern gewaltige Kürzungsprogramme für ihre Sozialsysteme aufzuzwingen. Sie pressen Milliarden an Schulden und Zinsrückzahlungen aus Afrika, Südostasien und Lateinamerika.
Die Welthandelsorganisation (WTO) legt die Regeln für den internationalen Handelsverkehr zugunsten der reichen und zum Nachteil der armen Länder fest. Westliche Firmen zahlen den ArbeiterInnen der „Dritten Welt“ nur einen Bruchteil der westlichen Tarife und erzielen Riesenprofite aus den berüchtigten Sweatshops, die ihrer Belegschaft selbst die grundlegendsten Rechte und Arbeitsbedingungen verwehren.
REVOLUTION fordert:
✪ Streichung der Milliardenschulden an westliche Gläubigerbanken und sonstige Finanzinstitutionen!
✪ Abschaffung von IWF, Weltbank und WTO!
✪ Zahlungsboykott durch die Schuldnerländer!
✪ Verstaatlichung der multinationalen Konzerne, Banken und der imperialistischen Besitzungen unter Arbeiterkontrolle ohne einen Cent Entschädigung an die ehemaligen BesitzerInnen!
✪ Weg mit den Sweatshops! Verbot von Kinderarbeit! Mindestlohn, Länge der Arbeitswoche und geregelte Arbeitsbedingungen sollen von den ArbeiterInnen selbst festgelegt werden.
✪ Verstaatlichung des Landes und Bewirtschaftung unter Kontrolle von bäuerlichen Genossenschaften!
✪ Massive Wiedergutmachung an die „Dritte Welt“ zur Finanzierung eines Notprogramms zum Wiederaufbau und zur nachhaltigen Entwicklung!
✪ Nieder mit Militärdiktaturen und unterdrückerischen Regimes! Wahlrecht für alle, die alt genug sind zu arbeiten! Für Redefreiheit und das Recht, sich gewerkschaftlich und als politische Opposition zu organisieren!
✪ Schluss mit der Arbeitslosigkeit! Aufteilung der Arbeit auf alle ohne Lohnverlust!
✪ Die KapitalistInnen der halbkolonialen Länder sind zu schwach, zu korrupt und zu sehr an den Westen gebunden, um ihre Länder aus dem Würgegriff des Imperialismus zu befreien. Die antiimperialistische Revolution kann nur glücken, wenn sie zu einer sozialistischen Revolution wird - unter Führung der ArbeiterInnen und gestützt auf die Kleinbauern.
Die ehemaligen ‚kommunistischen‘ Staaten
Die imperialistischen Mächte und ihre globalen Finanzeinrichtungen beuten auch die Staaten der „Zweiten Welt“, d.h. die ehemalige Sowjetunion, Osteuropa, China und Vietnam aus.
Seit dem Untergang der stalinistischen Diktaturen nach 1989 herrscht in diesen Staaten wieder der Kapitalismus - mit all seinen „Begleiterscheinungen“ wie Massenarbeitslosigkeit, nationalen Konflikten und drastischer Armut für Millionen. IWF, Weltbank und WTO haben hier dieselbe Rolle gespielt wie in der übrigen halbkolonialen Welt und dafür gesorgt, dass diese Länder eine eindeutig untergeordnete Position in der global kapitalistischen Ökonomie einnehmen.
✪ Schluss mit der Privatisierung!
✪ Alle staatlichen Industrien und Einrichtungen sollen unter demokratische Kontrolle der Arbeiterklasse gestellt werden!
✪ Schluss mit der Gelegenheits- und Sklavenarbeit!
✪ Streichung der Schulden an Weltbank, IWF und den Westen!
✪ Abschaffung von Geheimpolizei und Repressionsapparat! Die Bevölkerung muss sich zur Selbstverteidigung organisieren!
✪ Schluss mit der Arbeitslosigkeit! Aufteilung der vorhandenen Arbeit auf alle Arbeitsfähigen ohne Lohnverlust!